Hyperhidrose

Hyperhidrosis axillaris (Achselschweißigkeit)

Die extreme Axelschweißigkeit ist eine sehr lästige, oftmals mit Schweißgirlanden sichtbare und „anrüchige“ Beeinträchtigung, die sich nur vorübergehend mit Botox-Injektionen stoppen lässt.

Wer dauerhaft von diesem Leiden befreit sein will, man denke nur an Berufe mit engem Publikumskontakt wie Kosmetikerinnen oder Uniformträger, kommt um eine operative Lösung des Problems nicht herum.

Die angebotenen Methoden sind allerdings in ihrem Risiko äußerst unterschiedlich. Die Ausschneidung des Schweißdrüsenareals hinterlässt ausgedehnte Narbenverläufe und manchmal eine Beeinträchtigung der Armbeweglichkeit. Sie sollte absolut nur bei völlig verzweifelten und austherapierten Situationen angewandt werden.

Eine „sanftere“ Heilung ermöglicht das grobe Auskratzen (Curettage) der Schweißdrüsen, welches immer noch mit einem hohen Risiko für Hautnekrosen verbunden ist, weil hierbei der dermale Gefäßplexus schwer geschädigt werden kann, und weil die Haut maximal ausgedünnt wird. Die Schweißdrüsen ragen nämlich mit Teilen aus den unteren Hautschichten in das subkutane Fettgewebe hinein. Auch die vielfach angepriesene Wasserstrahl-Entfernung der Schweißdrüsen trifft vom harmlosen Wortgehalt her nicht die Wirklichkeit: vielmehr wird nur die Unterhautschicht mit dem Wasserstrahl vorbereitet, die Drüsen selbst werden weiterhin aggressiv kürettiert.

Als wesentlich sicherer muss die Ultraschall-Eradikation (Teilzerstörung) der Schweißdrüsen, die wir bevorzugen, angesehen werden. Als Zugang wird ein maximal 6 mm breiter Einschnitt am oberen Innenarm benötigt. Durch die Ultraschall-Wellen platzen die schweißgefüllten Drüsenzellen wie Popcorn. Die Zielstruktur des Ultraschalls ist nämlich das „Wasser“ der Schweißdrüsen, anderes wird nicht angegriffen. Lediglich die etwa 5mm starke Fettschicht, in welche die Schweißdrüsen unmittelbar hineinragen wird aufgrund ihres „Wassergehaltes“ sanft mit beseitigt. Es resultiert dabei ein gleichmäßiges, glattes und normales Hautbild. Die Hautgefährdung ist um ein Vielfaches niedriger als bei den anderen Verfahren. Eine völlige Austrocknung der Achseln ist nicht gewünscht, weil sonst die Haut sehr anfällig wird für Ekzeme.

Außerdem werden in der Achselhöhle auch wichtige Sexualbotenstoffe (Pheromone) produziert, die wir beileibe nicht beseitigen wollen, denn das könnte das Unterbewusstsein stark beeinflussen und bis zu partnerschaftlichen Konflikten führen.

© Copyright - Park-Klinik Blankenese | Website by Shore